Fucoidan – vielseitig und nützlich

Fucoidan eine in Braunalgen vorkommende komplexe Gruppe sulfatierter Polysaccharide.

Da Fucoidane über weitreichende biologische Aktivitäten verfügen, werden sie zunehmend als vielversprechende Kandidaten für Anwendungen in den Bereichen Wohlbefinden, Gesundheit und Medizin betrachtet.

Das breite Aktivitätsspektrum von Fucoidanen beruht darauf, dass sie die vielfältigen (patho-) physiologischen Funktionen strukturell verwandter körpereigener Glycane modulieren. Ihr Aktivitätsprofil kann jedoch je nach struktureller Zusammensetzung und Reinheit erheblich variieren und sogar unerwünschte Effekte aufweisen. Auch in der Ostsee kommen Braunalgen vor, die Kenntnisse zu Gehalt und Zusammensetzung ihrer Fucoidane sind allerdings bislang gering. Trotz intensiver internationaler Fucoidan-Forschung in den letzten 20 Jahren, gibt es bislang erst wenige Fucoidan-Produkte und noch kein Arzneimittel. Ein Grund ist, dass einige Besonderheiten dieser marinen Polymere, die für eine Anwendung in Produkten relevant sind, lange Zeit vernachlässigt wurden. In dieser Unternehmung spielt daher eine differenzierte Betrachtung verschiedener Fucoidane für jeweils spezifische Anwendungen eine zentrale Rolle, denn sie bietet den Schlüssel zu einer weitreichenden Produktdiversifizierung und erfolgreichen Vermarktung. anwendungsorientierten Projekt sind diese Aspekte daher zu berücksichtigen.

Dementsprechend gestalten sich die Entwicklungsziele von CRM wie folgt:

  • Extraktion und Fraktionierung von Fucoidanen aus Ostsee-Algen und chemische Charakterisierung

  • Untersuchung von Parametern, die die Fucoidan-Ausbeute und Qualität beeinflussen, um die optimalen Braunalgenquellen zu definieren und Protokolle für eine standardisierte Fucoidan-Gewinnung zu etablieren

  • Testung der Fucoidane in Bioassays zur Generierung von Basisinformationen zu ihrem Aktivitäts- und Sicherheitsprofil (zytotoxische, antiproliferative, Radikalfänger-, blutgerinnungshemmende, entzündungshemmende Effekte, Testung auf Verwendbarkeit für kosmetische bzw. dermale Applikationen, antimikrobielle Effekte, inkl. Hemmung der Biofilmbildung)

  • Aufbau einer systematischen Wissensbasis über Struktur-Wirkungs-Beziehungen

  • Geeignete Kandidaten für Produktentwicklungen werden identifiziert.

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